mask

ROMA

When in Rome, do as the Romans do...was soll das eigentlich heißen? Ganz einfach: nicht lange in ein Café setzen und auf das Getränk warten, sondern einen Espresso an der Bar. Das ist günstiger und geht schneller und ist"römischer". 

Rom ist eine schnelle Stadt und hat dabei doch eine gewisse Gelassenheit bewahrt, die uns Deutschen manchmal fehlt. Die Busse fahren, wann sie eben ankommen durch den dichten Verkehr und eine U-Bahn Linie kann eben nicht schnell fertig gestellt werden, weil man während der Bauarbeiten mal wieder auf Ruinen der Antike stößt. Kein Wunder also, dass es nur 2,5 Linien gibt. So ist das, einiges dauert scheinbar ewig, aber ewig in Rom ist auch die Geschichte. 

An ihr kann man sich ganz gut auf den Streifzügen durch Rom leiten lassen:

Rom war bereits 1 Jahrhundert vor Christus eine Millionenstadt und wir haben das Glück, dass zahlreiche Ruinen des antiken Glanzes dieser Stadt erhalten sind. Das Colosseum, das Forum Romanum, der  Palatin, die Fori Imperali, Circus Maximus (wenn auch nur noch als freie Fläche), die Caracallathermen  und einiges mehr. So ein Ausflug in die Antike kann also schon mal 2 - 3 Tage in Anspruch nehmen und auch auf anderen Wegen wird man hier und da immer wieder auf Ruinen stoßen oder aber eben das, was später "recycelt" wurde: das Bronzeportal des San Giovanni in Laterano waren einst Türen zu Caesars Senat (Curia) und die vielen Obilisken der Stadt standen vorher auch bereits auf dem Circus Maximus oder den Fori. Und die Fassade des Petersdoms? Tja, die war vorher schon einmal Fassade: die des Colosseums.

Konstantin verlegte seinen Amtssitz nach Konstantinopel und so verlor die Stadt, die um 300 mehr als 1 Million Einwohner hatte, nach und nach an Bedeutung. Das Kollosseum bestand zwar auch unter den Westgoten fort, aber bereits um 530 lebten nur noch rund 100.000 Menschen in der Stadt, um 800 nur noch rund 20.000. Das Gebiet um die alten antiken Foren wurde Weideland und die antiken Ruinen dienten als "Baumaterial" für die Kirchen.

Aufgeblüht ist die Stadt in der Renaissance und dem Barock wieder. Davon zeugen viele Bauwerke: der Petersdom, die Gebäude úm die Piazza Navona, der Trevi Brunnen. Der Barocke Stil von Bernini und seinem Rivalen Borromini findet sich überall in Rom.

Rom hat  über 700 Kirchen und niemand kann sie alle ansehen. Ansehen sollte man sich aber den Petersdom und die Sixtinische Kapelle, alleine schon um Michelangelo zu würdigen. Hier ist es mehr als empfehlenswert, sich vorab im Internet Eintrittskarten und eine Führung zu buchen, verliert man sich sonst in der Masse der Exponate in den Vatikanischen Museen oder steht eben stundenlang an, um den Petersdom zu betreten (Achtung, hier die Audienzzeiten beachten, hält der Papst Audienz ist der Dom geschlossen).

Zu den sieben Pilgerkirchen in Rom zählt u.a. der San Giovanni in Laterano, Hauptsitz des Bischofs von Rom, dem Papst, und Teil des Lateranen Palastes, bis 1309 Sitz der Päpste. Die hohen Statuen auf Fassade, die 12 Apostels im Inneren hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Schön ist die Maria Sopra Minerva, 2 Minuten vom Pantheon entfernt, als einzige gotischen Kirche Roms.

 

 

Bei so vielen Kirchen, Ruinen...was kann man denn sonst noch so machen? Also natürlich kann man einkaufen gehen, man setzt sich in Cafés und Trattorias, an der Piazza Navona, ist mindestens 3 Eis pro Tag und genießt das Flair, ignoriert den Verkehr und ja...does it as the romans do.

Tipp: direkt neben dem Kollosseum ist eine Touristen Information (an der Via di Fori Imperali). Hier oder auch vorab im Internet kann man den Roma Pass erwerben. Er bietet freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und direkten Zugang zum Kollosseum. Kinder haben übrigens freien Eintritt in Kolosseum, Forum Romanum und Palatin. Sie brauchen aber einen Eintrittskarte.

http://www.romapass.it/en/home/

Kinder bis 10 fahren in den öffentlichen Verkehrsmitteln umsonst, eine weitere Ermäßigung gibt es aber nicht. Ab dem 11. Lebensjahr gilt für sie auch der Preis von 1,50€/100 Minuten. (Stand 2017, Änderungen vorbehalten).

Lange Wartezeiten sind lästig, wer es schafft sollte so früh wie möglich an den Attraktionen sein, denn die Sicherheitskontrollen kosten eben Zeit. Lasst Euch aber nicht abschrecken, oft scheint die Schlange länger als es dauert.